Reise nach Holland

 

Als Quartett „Passion du Saxophone“ haben wir schon an vielen verschiedenen Konzerten, Meisterkursen und Wettbewerben mitgewirkt und teilgenommen. Unsere Konzertreise in die Niederlande könnte man jedoch als Höhepunkt aller bisherigen Konzerttätigkeiten beschreiben.

 

Alles fing damit an, das der Tenorsaxophonist des berühmten Raschér Saxophon Quartetts, Andreas van Zoelen, uns nach einem Meisterkurs in Lübeck zu einem musikalischen Austausch nach Tilburg einlud, wo er am Fontys Konservatorium als Professor unterrichtet. Nach langer, intensiver Vorbereitung brachen wir am Freitag den 15. April schließlich in die Niederlande auf.

 

Bei unserer Ankunft in Tilburg wurden wir von Professor van Zoelen und seinen Studenten herzlich begrüßt und er zeigte uns das Konservatorium und seine private Sammlung antiker Saxophone. Wir waren hellauf begeistert von dem letztem Instrument, welches Adolphe Sax, der Erfinder des Saxophons, als letztes gebaut hatte.

 

Doch als nächstes stand am Freitagabend unser erstes Konzert in Tilburg an; wir sollten in einem kulturellen Begegnungszentrum musizieren. Da wir ein buntgemischtes Repertoire mit Stücken aus vielen verschiedenen Kulturkreisen besitzen, hatten wir uns überlegt, das Konzert als eine Reise durch die europäische Kultur zu gestalten. Von einem eigenen Arrangement des „Italienischen Konzerts“ von Bach über spanische Tangos und venezianische Maskentänze bis hin zu russischer Weihnacht mit Tschaikowskys „Nussknacker“ war alles dabei an diesem Abend und das Publikum zeigte sich entsprechend begeistert.

 

Der nächste Tag sollte jedoch noch aufregender werden. In Kooperation mit der dortigen Musikschule hatten Dozenten vom Fontys Konservatorium den Saxophontag in Veldhoven organisiert. Dieser beinhaltete Workshops am Vormittag, ein gemeinsames Orchesterspiel am Nachmittag und am Abend schließlich ein Abschlusskonzert der Teilnehmer, der Dozenten und Studenten des Konservatoriums und von uns. Aufgrund der vielen Zuschauer waren einige von uns ziemlich aufgeregt und die Tatsache, dass wir unser gesamtes Programm auf Englisch moderierten, machte es auch nicht gerade besser. Doch als wir vor der Pause auf die Bühne stürmten und unsere Reise durch Europa begannen, war die Nervosität verschwunden. Gegenüber dem ersten Abend zeigte das zweite Konzert nochmals eine starke Verbesserung. In der Pause kamen daraufhin immer wieder Menschen zu uns, um uns zu gratulieren und staunten, als sie erfuhren, dass wir zum einen erst zwischen 14 und 17 Jahre alt sind und zum anderen keiner von uns professioneller Musiker werden möchte. Es erfüllte uns mit Stolz, dass wir das Saxophonspielen zwar „nur“ als ein leidenschaftliches Hobby betreiben, aber dennoch so weit gekommen waren. Dies alles wäre natürlich ohne die Hilfe von Lilija Russanowa und Gerhard Torlitz nicht möglich gewesen, die fast die gesamten Osterferien mit uns in der Musikschule bei Proben verbrachten.

 

Das beste an der gesamten Konzertreise waren neben den schönen Erfahrungen und Bekanntschaften am Ende auch die vielen neuen Möglichkeiten, die sich uns nun auftuen. Der Rector der Fontys Musikhochschule Tilburg Raf De Keninck, hatte uns gleich weiterempfohlen, einen Kammermusikwettbewerb in Belgien zu spielen und der dortige Saxophonlehrer schlug noch einen weiteren Austausch mit seinen Schülern vor. Bevor wir dies realisieren werden, bereiten wir uns jedoch erstmal auf Konzerte in Norwegen und auf den Wettbewerb „Jugend musiziert“ im nächsten Jahr vor.

 

Für Sie erreichbar. Mo - Do von 11-16 Uhr, Fr von 11-14 Uhr: Tel.: (0451) 7 13 31

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